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Steckbrief:

Start: Mainleus
Ende: Mainleus
Strecke: 82 km, 760 hm
Belag: Schotter, Asphalt 

Die Etappe beginnt in Mainleus-Rothwind und führt erstmal zum Bahnhof Mainleus. Von dort mit dem Zug nach Bayreuth. Von Bayreuth dann den direkten Weg nach Haag und zur Rothmainquelle. Der Rückweg wieder bis nach Bayreuth zurück und dann nicht über den Mainradweg, sondern über die alte Bahntrasse bis zum Zusammenfluß von rotem und weissem Main zurück. Ein Abstecher nach Burghaig zum Abendessen und Endpunkt ist wieder Mainleus-Rothwind.

Zu bewältigen sind ca. 82 km mit dem Rad. Das Gelände ist nur noch hügelig mit einigen Anstiegen und der Weg verläuft nicht auf dem ausgewiesenen Mainradweg, sondern auf selbstgesuchten Wegen. Teile der Anfahrt und die Rückfahrt ist auf einer alten Bahntrasse. Die minimale Höhe ist 297 m über Meeresspiegel (NN) und die maximale Höhe 607 m über NN. Der zu bewältigende Aufstieg in dieser Etappe sind 760 m. Die Rotmainquelle selbst ist auf 580 m über NN. Der Zusammenfluss auf 300 m über NN.
Wir wollten den Zug um 8:50 Uhr von Mainroth besteigen. Deshalb bestellten wir das Frühstück auf 7:45 Uhr. Ein Biofrühstück reichlich und sehr gut. Zwei Brötchen, Karotten, zwei Stück Kuchen und ein Joghurt blieben noch fürs Mittagessen übrig. Nach Frühstück und Aufbruchsvorbereitung hatten wir nicht aufgepasst und wir schafften den Zug nicht mehr. Gut dann nach Mainleus und den nächsten Zug nehmen.

Ein ausnehmend toter hässlicher Bahnhof, um dort auf den Zug um 10:17 Uhr zu warten. Aber wer nicht auf die Uhr schaut muss halt eine Stunde büßen. Fahrkarten hatten wir nach mehreren Anläufen, die aber keiner sehen wollte. Der Zug bestand aus zwei Teilen. Einer fuhr nach Hof und der andere nach Bayreuth. Wir enterten den Bayreuther Teil. Etwa 1,2 Meter musste das Tandem gehoben werden, um hinein zu kommen, aber es ging. An Pfingsten hat eine Privatbahn ihren Dienst begonnen und schaffte es die Strecke zu blockieren. Mit 15 Minuten Verspätung kamen wir in Bayreuth an.

Da wir das Rad nur die Treppe runter und nicht noch eine Treppe hoch schleppen wollten, fuhren wir im Bahnhof ebenerdig nach hinten hinaus und umfuhren dann den Bahnhof. Der Weg führte größtenteils auf einer alten Bahntrasse, das heißt stetiger moderater Aufstieg. Erst die letzten Orte boten ein kleines Hinab und dann ein großes Hinauf. Die letzte Strecke von Haag zog sich wie gefühlte 20 km bergauf. Tatsächlich waren es ca. drei Kilometer.

Im Gegensatz zur Weissmainquelle, war die Rotmainquelle irgendwie langweilig. Kein Gedenkstein, alle Sekunde kam ein Tropfen. "Und das will mal ein Main werden?". Beim Mittagessen fing es zu regnen an, dieser sollte uns über den Tag begleiten.

Die Abfahrt bis Haag tröpfelte es vor sich hin. In Hummeltal rettete uns ein Carport vor dem ersten großen Schauer. Als der nachließ gings weiter. Mit der Pause am Berg fuhren wir das kleine Hinab vom Vormittag locker hinauf. Dann bogen wir wieder in den Bahndamm ein, der uns nun lange bergab führt. Eigentlich wollten wir in Bayreuth Kaffee trinken, da wir aber so schnell wieder in Bayreuth waren, fuhren wir weiter.

Der Mainradweg und die Bahntrasse trafen sich immer wieder, wir blieben der Bahntrasse treu. Kurz vor Neudrosselfeld, nach einer ständigen Berg- und Talfahrt bei dem wir uns ein Rennen mit einem anderen Paar lieferten, sie bergauf schneller, wir bergab schneller, kamen wir an einem kleineren Café vorbei. Ich drehte sofort bei und beendete damit das "Wettrennen". Eine kluge Entscheidung, wie sich erweisen sollte. Nach einem Stück Kuchen, Kaffee, Tee und Wasser wollten wir bald weiterfahren. Die ersten Regentropfen scheuchten uns ins Innere und dann kübelte es aus Eimern. Eine Stunde verharrten wir mit anderen Radlern bis das Gröbste vorbei war. Nach Neudrosselfeld ging es dann wieder durchgehend auf der Bahntrasse dahin. Leider mußten wieder 80 Höhenmeter im stetigen Aufstieg bewältigt werden. Kurz vor dem Hochpunkt tröpfelte es immer wieder und wurde da dann stärker. Ein paar Buchen boten uns für 15 Minuten Schutz. Dann beschlossen wir lieber weiterzufahren und den Regen in Kauf zu nehmen.

Die nachfolgende lange Abfahrt bis kurz vor dem Zusammenfluß der beiden Mainarme war sehr schön und wäre bei Sonne sicher noch schöner. Den Bahndammradelweg verließen wir kurz vor dem Zusammenfluß und führen zu der Brücke, die darüber führt.

Danach ging es wieder Richtung Rothwind. Vorher sollte es was zum Essen geben. In Schwarzach gibt es mehrere Wirtschaften, aber keine hatte offen. Drei Jugendliche liefen uns über den Weg, die fragten wir, ob sie was wüßten. Sie empfahlen uns die Weinbrücke in Burghaig. Nach 90 Kilometer in den Beinen, kostete es uns Überwindung nochmal sechs Kilometer zurückzufahren, aber der Hunger siegte. Es war eine tolle Empfehlung. Die Preise waren moderat und die Portionen reichlich.

Frisch gestärkt fuhren wir wieder zurück. Die Strecke kannte uns und wir die Strecke und so waren wir in Nullkommanix in der Ferienwohnung. Viele Räder standen vor der Türe, ich tippte auf Besuch, aber die Vermieterin fragte uns, ob wir bereit wären, die andere Ferienwohnung zu nehmen, weil eine fünfköpfige Familie vorbeikam und nicht mehr weiter wollten, was bei dem Regen verständlich war.

Klar machten wir das. Nach Umräumen und Duschen klang dann der Tag aus. Morgen soll es ja weiter nach Bamberg gehen.