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Steckbrief:

Start: Campingplatz Hammestrand
Ende: Campingplatz Hammestrand
Strecke: 44 km
Belag: Schotter, Asphalt, Pflaster

Vom Campingplatz Hammestrand nochmal rund ums Teufelsmoor mit etwas anderer Wegführung ca. 44 km

Bei bedeutend besserem Wetter und etwas raumgreifender wurde diese Tour geplant und gefahren. Die Fahrtrichtung geht diesmal im Uhrzeigersinn. Häufig ergeben sich damit ganz neue Perspektiven.

Vom Campingplatz geht es wieder am Breiten Wasser vorbei bis zur Teufelsmoorstraße. Dieser folgen wir nach links auf dem Radweg. Bei der Abzweigung nach Sandhausen folgen wir der Beschilderung Sandhausen. Parallel zur B 74 führt die Strecke auf ruhigen Nebenstraßen Richtung Norden. In Ströhe machen wir eine Pause an der Moorkate Ströhe. Ein kleines Museum, das sich mit dem Torfabbau und der Beförderung des Torfstiches beschäftigt. Leider konnte nur die Außenanlage besichtigt werden, aber auch diese ist liebevoll hergerichtet.

Die Route führt dann nach Hambergen und Heißenbüttel. Um die B 74 zu meiden, ist es unumgänglich wieder etwas nach Südosten zu schwenken. Ein kurzes Stück Richtung Verlüßmoor und dann links Richtung Norden nach Wallhöfen.

Diese Strecke haben wir gewählt, weil wir damit auf dem Geestrand fahren (immerhin sind wir auf den Bremer Berg gefahren) und uns etwas Ausblick von oben erhofften. Dies wurde auch erfüllt. Allerdings sind manche Aussichtspunkte in den Karten zugewachsen und also solche nicht zu erkennen.

Bei den Wallhöfen haben wir unser nördlichstes Ziel erreicht. Jetzt wenden wir uns Richtung Osten und fahren zu einem kleinen Campingplatz, der direkt an der Hamme liegt. Der Ort nennt sich Viehspecken. In früheren Zeiten haben hier die Torfkähne auf ihrem Weg nach Bremen und häufig auch auf dem Rückweg Halt gemacht. Nachdem inzwischen Mittag war, fragten wir in der verlassenen Gaststätte nach einem Essen. Scheinbar ist die Saison vorbei und wir kamen auch unter der Woche. Aber es gab etwas und es war in Ordnung. Die Größenordnung des Campingplatzes (nicht mehr so klein) und die Anzahl der Tische innen und außen läßt große Gästezahlen erwarten. Beim Hammefest, das wir am ersten Abend hautnah erleben durften, wird an jeder Anlegestelle ein kleines Volksfest abgehalten. Die Torfkähne fahren den ganzen Tag auf der Hamme auf und ab und Besucher können überall zu- und aussteigen, sich also von einem Fest zum nächsten bringen lassen. Abends fahren dann die Torfkähne mit Lampionlicht.

Nach dem Essen fuhren wir der Hamme entlang. Da der Ziehweg nicht immer mit Fahrrädern befahrbar ist und zum Naturschutzgebiet gehört, müssen wir einen Schwenk in Richtung Vollersode machen. Die nächste Gelegenheit nutzten wir, um wieder in Richtung Südwesten zu kommen. Nach einem kurzen Zwischenstück führt der Weg um das Torfabbaugebiet herum und in Richtung Teufelsmoorstraße. Hier kann man wieder die alte Moorstraße mit dem ursprünglichen Pflaster und der Bockelbahn besichtigen. Nach ca. 1 km Strecke folgten wir der Ausschilderung nach Weyerdeelen. Am Rande von Worpswede fuhren wir auf Nebenstraßen auch am Bahnhof vorbei. Dieser wurde von Heinrich Vogeler innen und außen gestaltet. 1978 wurde er grundlegend renoviert und beherbergt ein Restaurant.

Auch heute fanden wir den Weg zum Campingplatz. Wobei es bei der guten Witterung nicht mehr wirklich ruhig war, weil direkt am Strand nebenan Familien und Dorfkinder lautstark ihre Freizeit verbrachten. Gegen Abend wurde es aber wieder ruhiger.